Die Vorteile von Fliesen sind teilweise so selbstverständlich, dass man ihre Erwähnung leicht vergisst.

 

Hier finden Sie eine kurze Auflistung einiger Vorzüge

  • Fliesen brennen nicht. Herabfallende Zigarettenglut lässt die Fliese kalt.
  • Fliesen sind antistatisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Belägen, laden Sie sich durch Begehen oder Reibung nicht statisch auf.
  • Fliesen sind hygienisch und leicht zu reinigen.
  • Fliesen sind umweltverträglich. Sie lassen sich umweltgerecht als Bauschutt entsorgen. Die Rohstoffe sind in der Natur vorhanden und Fliesen sind langlebig.
  • Fliesen sind farb- und lichtecht, wie auch strapazierfähig. Fliesen sind druckbeständig.
  • Spitze Absätze verlieren selbst bei glasierten Fliesen ihren Schrecken.
  • Lassen Sie sich von uns beraten. Wir finden die passende Fliese für Sie.

 Das Material der Fliesen

  • Keramik gehört zu den anorganischen, nichtmetallischen Werkstoffen.
  • Die keramischen Rohstoffe sind untergliedert in drei Gruppen, nämlich die Hartstoffe, die Weichstoffe und die Zuschlagstoffe.
  • Die wichtigsten Hartstoffe sind Quarz und Feldspate. Feldspate werden in der Keramikherstellung auch als Flussmittel bezeichnet, da sie eine Senkung des Schmelzpunktes des Quarzes bewirken.
  • Zu den wichtigsten Weichstoffen gehören die Tone und Kaoline. Die Tonminerale sind im Gegensatz zu den Hartstoffen plastisch und gut formbar.
  • Die häufigsten Zuschlagstoffe, die dritte Gruppe der Keramikrohstoffe, sind Kalkstein, Dolomit und Talk. Sie bewirken ebenfalls eine Senkung des Schmelzpunktes und somit der Brenndauer.

Mit Fliesen gestalten

 

Die Wahl fällt nicht leicht – verschiedene Formate, Farben und Dekore warten auf den Fliesenkäufer. Jedes Jahr kommen viele neue Kreationen der Hersteller hinzu. Es ist also Entscheidungshilfe gefragt, denn die Frage nach der idealen Fliese ist keine reine Geschmacksache. Aus diesem Grund verfügen unsere vier Ausstellungen immer über die aktuellen Kollektionen, Dekorationen und Fachpersonal mit langjähriger Erfahrung. Besuchen Sie uns doch einfach.

 

Zwar gilt eigentlich: Was gefällt, ist auch erlaubt. Aber die räumlichen Gegebenheiten dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden, in größeren Bädern ist der idividualität keine Grenzen gesetzt, hier wirken sowohl große Fliesen wie z. B. 60 x 120cm, als auch Kleinmosaik in 1 x 1cm sehr ansprechend. Bei kleineren Räumen ist das etwas anders – dort lassen große Fliesen den Raum größer wirken. Mosaik bietet sich hier als akzentgeber im Boden wie auch im Wandbereich an. Besonders im barrierefreien Bad der Zukunft bietet Mosaik die Möglichkeit Wand und Bodengestaltung farblich in einklang zu bringen.

Für die unterschiedliche Wirkung der Fliesenformate ist allerdings auch die Farbe der Fugen entscheidend. Mit der Wahl der falschen Farbe kann man die Farbharmonie der Fliese kompett zerstören, daher ist dort vorsicht geboten.

Es gibt zwei Möglichkeiten Fliesen zu verfugen. Die Verfugung “Ton in Ton” lässt den Fliesenbelag gleichmäßiger und ruhiger wirken, die Wahl einer kontrastreichen Fugenfarbe betont das Format und lässt den Belag als Fliesenbelag besser erkennbar werden.

 

Informationen, entsprechende Produkte und eine kompetente Beratung finden Sie selbstverständlich bei den Baustoff-Partnern in Verl, Bielefeld, Gütersloh und Harsewinkel.

Abrieb

Abrieb (Oberflächenverschleiß) tritt bei Bodenbelägen infolge schleifender, reibender Beanspruchungen auf und kann bei glasierten Fliesen durch Glanzveränderung der Oberfläche sichtbar werden.

 

Oberflächenverschleiß
Glasurabrieb (siehe Glasur) bei glasierten Steinzeugfliesen infolge schleifender, reibender Beanspruchung. Die Verschleißgruppe (PIE I bis V) ist vom Hersteller anzugeben (siehe Abriebgruppe).

 

Glasur
Spezialglas, das als etwa 0,1 mm dicke Schicht auf einem Steingut- oder Steinzeugscherben liegt (siehe Scherben).

 

Abriebgruppe

Glasierte Steinzeugfliesen (DIN EN 1441 BIb) werden hinsichtlich ihrer Beständigkeit gegen Abrieb in Gruppen unterteilt und können damit Anwendungsbereichen zugeordnet werden.

 

Die Abriebbeständigkeit (Verschleißgruppe) von glasierten Steinzeugfliesen wird vom Hersteller angegeben.

 

Abriebgruppe I
Bodenbeläge in Räumen ohne kratzende Verschmutzung, die hauptsächlich ohne oder mit weich besohltem Schuhwerk begangen werden. Z. B. Wohnbäder, Schlafzimmer ohne direkten Zugang von Außen.
 

 

Abriebgruppe II
Leichte Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei niedriger Begehungsfrequenz unter geringer kratzender Verschmutzung mit maximal normalem Schuhwerk belastet werden. Bevorzugt einzusetzten in Bädern oder Gäste-WC's verwenden.

 

Abriebgruppe III
Mittlere Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei mittlerer Begehungsfrequenz unter geringen Mengen kratzender Verschmutzungen mit normalem Schuhwerk belastet werden z. B. privater Wohnungsbau, jedoch nicht in Küchen oder Fluren sowie Treppen. Ebenfalls Beläge des Nichtwohnungsbaus mit vergleichbarer Beanspruchung wie beispielsweise Hotelzimmer und Bäder. Diese Abriebgruppe findet i. d. R. nur bei Intensivfarben z. B. schwarz, rot, blau etc. Verwendung.

Unsere Empfehlung: nach Möglichkeit nur in privaten Bädern oder WS's verwenden.

 

Abriebgruppe IV
Stärkere Beanspruchung.

Bodenbeläge in Räumen, die bei normaler Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk unter geringer kratzender Verschmutzung begangen werden. Im Bezug auf Verschmutzungs- und Belastungsfähigkeit intensiver beansprucht werden z. B. Eingangsbereiche, Terrassen, Küchen, Verkaufs- und Wirtschaftsräume, Büros, Krankenhäuser, Hotels und Verwaltungsgebäude.

 

Abriebgruppe V
Starke Beanspruchung.

Bodenbeläge, die durch starke Begehung über lange Zeiträume mit geringen Mengen kratzender Verschmutzung beansprucht werden, so dass die Beanspruchungen die äußersten sind, unter denen glasierte Fliesen und Platten anwendbar sein können. Z. B. öffentliche Bereiche wie Einkaufszentren, Eingangshallen, Hotelfoyers sowie im kompletten häuslichen Bereich.

Selbstverständlich helfen wir Ihnen gern bei der Wahl der richtigen Abriebgruppe für Ihr Bauvorhaben, sei es privat oder gewerblich.

 

Scherben
Gebrannter Fliesenkörper ohne Glasur.

 

 

Anwendungsbereich

  1. Steingutfliesen (DIN 14441, Gruppe BIII) dienen als Wandbelag in Innenräumen. Zur gestalterischen Vielfalt gehören u. a. auch Volldekore und Bordüren. Steingut eignet sich nicht als Bodenbelag.
  2. Steinzeugfliesen (DIN 14441, Gruppe BIb), finden vorwiegend Verwendung als Bodenbelag in privaten und öffentlichen Gebäuden. Sie können teilweise im Außenbereich eingesetzt werden, wenn der Hersteller sie freigibt. Die Abriebgruppen müssen beachtet werden.
  3. Steinzeugfliesen (DIN 14441, Gruppe BIa; UGL/GL), werden vorzugsweise als Bodenbeläge verlegt, finden aber auch immer mehr Verwendung als Wandbelag, da das Material eine farbliche Gleichgestaltung der Wand und Bodenflächen zulässt. Bei glasiertem Feinsteinzeug sind die Abriebgruppen zu beachten.

Wir haben für jeden Anwendungsbereich die passende Fliese, sprechen Sie uns an.

 

Grobkeramik
Klinker, Ziegel und Töpferware, die im wesentlichen aus Tonen und Sanden hergestellt werden.

 

Keramik (Baukeramik)
Oberbegriff für Baustoffe, die aus natürlichen, keramischen Rohstoffen hergestellt und gebrannt werden. Man unterscheidet zwischen den beiden Werkstoffeigenschaften:

  1. Hohe Wasseraufnahme
  2. Niedrige Wasseraufnahme.

Bei der ersten Gruppe, wozu die Steingutfliesen gehören, ist der Scherben porös, die Poren offen, er ist nicht frostbeständig und hat einen dumpfen Klang. Dieser Scherben kann mit den verschiedensten Techniken verziert werden und ist grundsätzlich glasiert.

 

Zur zweiten Gruppe gehören die Steinzeug- und Feinsteinzeugfliesen. Sie bestehen aus einem Scherben mit niedriger Wasseraufnahme. Dieser Scherben ist dicht, hat geschlossene Poren, ist frostbeständig und hat einen hellen Klang. Steinzeugfliesen gibt es in glasierter und unglasierter Form (siehe auch Anwendungsbereich, Keramische Fliesen).

 

Steingut
Traditioneller Begriff für Fliesen mit hoher Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).  Wandfliesen sind überwiegend aus Steingut.

 

Steinzeug
Traditioneller Begriff für Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).  Normale Bodenfliesen (kein Feinsteinzeug).

 

Feinsteinzeug
Unglasierte Steinzeugfliesen mit niedriger Wasseraufnahme (E < 0.5 %) und hoher Festigkeit (siehe Anwendungsbereich). Es gibt in der heutigen Zeit auch viele Feinsteinzeugscherben die anschließend glasiert werden.

 

Keramische Fliesen
Dünne Platten aus Keramik, die als Belag für Böden oder Verkleidungen für Wände verwendet werden (Definition nach DIN 14411).

 

Diese sind klassifiziert in die Gruppen:

 

A: Stranggepresste Platten

B: Trockengepresste Platten

C: Nach anderen Verfahren (wie z.B. "Gießen") hergestellte Fliesen.

 

Die trockengepressten Fliesen sind wiederum klassifiziert nach der Fähigkeit zur Wasseraufnahme, wobei hierbei wieder zwischen glasierten und unglasierten Fliesen unterschieden wird.

 

B I a: 0 < E < 0.5 % --> Ungl. u. glasiertes Feinsteinzeug

B I b: 0,5 < E < 3.0 % --> Ungl. u. glasiertes Steinzeug 

B III : E > 20 % --> Glasiertes Steingut (siehe auch Keramik (Baukeramik)

Biegezugfestigkeit

Bauteile wie Fliesen werden durch Kräfte vertikal zur Ansichtfläche beansprucht. Dabei treten auf der Oberseite Druck- auf der Unterseite Zugspannungen auf, wobei letztere im Allgemeinen maßgebend sind (siehe Bewegungsfuge). 

 

Bewegungsfuge (Dehnungsfuge)

Alle Arten von Fugen, die zwischen Gebäuden, Flächenteilen bzw. Konstruktionsteilen Bewegungen zulassen und den Belag schädigende Spannungen abbauen.

Sie können je nach Anwendungsfall ausgebildet werden durch:

  1. konstruktive Gestaltung der Bauteilränder,
  2. Verschluss mit elastischem Dichtstoff,
  3. Überbrückung durch bandfertig vorgefertigten Dichtstoff,
  4. Profile und Verwahrungen,
  5. Offenlassen der Fugen.

Wichtig sind Bewegungsfugen bei allen größeren Flächen (mehr als 5 m Seitenlänge), in Altbauten mit Holzdecken, auf Terrassen und in Wintergärten, weil Zug- und Druckspannungen sonst die normalen Fugen oder auch die Fliesen schädigen können (siehe auch Biegezug-

festigkeit). Ebenfalls ist es erforderlich bestehende Estrichfugen einzuhalten, oder den Belag vollständig vom Untergrund zu entkoppeln. Natürlich hilft Ihnen unser qualifiziertes Fachpersonal gerne weiter.

 

Chemische Beständigkeit 

Steingutfliesen und glasierte Steinzeugfliesen sind gegen Badewasserzusätze und Haushaltschemikalien (außer flusssäurehaltigen Reinigungsmitteln und deren Verbindungen) beständig (DIN EN ISO 10545-13); gegen Säure und Laugen dann, wenn der Hersteller es freigibt. Unglasiertes Feinsteinzeug ist zusätzlich gegen einige Säuren und Laugen in geringer Konzentration beständig. Die genaue Beständigkeitstabelle entnehmen sie bitte der DIN.

 

 

Cotto

(siehe Tonfliese)

 

 

Craquele

Bezeichnung für feine Glasurrisse (Haarrisse). Bei manchen Glasuren wird die Craquelebildung als Gestaltungsmittel absichtlich herbeigeführt (siehe Glasurrisse).

 

Hauptsächlich tritt dieses Phänomen bei glasiertem Steingut und Steinzeug in Intensivfarben auf.

Dekorfliese

Dekore werden auf Grundfliesen einer Fliesenserie aufgebracht. Sie können als Einzeldekor oder aus verschiedenen Dekorfliesen, die zusammen ein Bild ergeben, bestehen. Es existiert eine Vielzahl verschiedener Dekore und Bordüren, lassen Sie sich durch uns inspirieren.

 

 

Dickbettverlegung

Auch konventionelle Verlegung genannt. Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. Die Verlegung erfolgt mit angemischtem Mörtel aus Zement und Sand (Ausführungsnorm: DIN 18352 "Fliesen und Plattenarbeiten").

 

 

Dispersionsklebstoff

Klebstoffe zur Verlegung von Fliesen im Dünnbettverfahren (Materialnorm: DIN 12004 "Stoffe für keramische Bekleidungen im Dünnbettverfahren - Dispersionsklebstoffe"). Dispersionsklebstoffe sind nicht wasserbeständig und daher nur für gering feuchtbelastete Innenbeläge geeignet. Vorzugsweise Verwendung für Wandbekleidungen auf Untergründen aus Gips- oder Holzwerkstoffen.

 

 

Druckfestigkeit

Die Druckfestigkeit von Fliesen ist keine genormte Eigenschaft. Sie erreicht bei Steinzeugfliesen Werte bis zu 300 N/mm².

 

 

Dünnbettmörtel (hydraulische)

Zementgebundene, hydraulisch erhärtende Fliesenkleber zur Verlegung im Dünnbettverfahren (Materialnorm: DIN EN 12004 "Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten"). Vorzugsweise Verwendung auf massiven Untergründen, wie z. B. Beton, Zementestrich oder -putz, im Innen- und Außenbereich. Man spricht von “Flexkleber” oder “Flexmörtel” wenn der Dünnbettmörtel mindestens die Anforderungen C2 aufweißt.

Das bedeutet: Bei allen Lagerungsarten eine Haftfestigkeit von > 1,0 N/mm2 erreicht und nach DIN EN 12002 eine Verformung > 2,5 mm gemessen wird. Längst nicht alle, auf dem Markt befindlichen Dünnbettmörtel, die „flexibilisiert“ oder ähnlich heißen erfüllen diese Norm.  Da bei uns Qualität an erster Stelle steht, erfüllen selbstverständlich alle unsere eingelagerten „Dünnbettmörtel“ diese Norm.

Die neuste Generation von „Fliesenklebern“ sind echte Allroundtalente, sie vereinen Dünnbett, Mittelbett und Fliesbettmörtel in einem. Außerdem sind sie „Staubreduziert“ und dank neuen Rezepturen bis zu 60% ergiebiger als herkömmliche Dünnbettmörtel.

Besuchen Sie uns wenn es um die Wahl des richtigen „Klebers“ für ihr Bauvohaben geht.

 

 

Dünnbettverlegung

Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden (DIN 18157: "Ausführung keramischer Arbeiten im Dünnbettverfahren"). Dabei wiederum unterscheidet man drei Verfahren, denen drei Bindemittel zugrunde liegen:

  1. Hydraulisch erhärtete Dünnbettmörtel
  2. Dispersionsklebstoffe
  3. Epoxydharzklebstoffe.

Dünnes Feinsteinzeug

Eine neue Technologie erlaubt es Feinsteinzeug als Boden und Wandbelag in extrem dünner Stärke herszustellen. Die Gesamtmaterialstärke beträgt hierbei nur noch 4,5 mm. Solche Fliesen eignen sich besonders in der Renovierung, da sie extrem niedrige Aufbauhöhen erlauben. Ebenfalls gibt es dieses Material in ansprechenden Formaten (30/60, 60/60, 60/120).

 

Testbericht einer 4,5 mm Fliese:

MOHS 7
Wasseraufnahme (ISO 10545.3) 0,08 % frostsicher
Bruchlast (ISO 10545.4) 559N
Biegezugfestigkeit (ISO 10545.4) 43N/mm²
Tiefenabrieb (ISO 10545.6) 119 mm³
Frostbeständigkeit (ISO 10545.12) gegeben
Chemikalienbeständigkeit (ISO 10545.13) UHA

 

Selbstverständlich finden Sie diese Produkte in den Niederlassungen der Baustoff-Partner.

Einbrand/Einmalbrand

Brennverfahren, in dem gebrauchsfertige Fliesen und Platten in einem Prozess gebrannt werden.

 

 

Elektrische Leitfähigkeit

Diese Eigenschaft besitzen glasierte Fliesen, deren Glasur spezielle Metallverbindungen enthält, die eine gute elektrische Leitfähigkeit bewirken. Hierdurch können elektrostatische Aufladungen vermieden werden, die zu Störungen in empfindlichen Apparaturen (z.B. in Operationssälen) führen können.

 

 

Estrich

Glatter, fester Untergrund auf der Rohbaukonstruktion, der als Unterputz für den Bodenbelag dient. Der Estrich wird in der Regel mehrere Tage bis Wochen vor der Verfliesung aufgebracht, damit er genügend Zeit zum Trocknen hat. Wichtig ist die Feuchtigkeitsprüfung (CM Messung) vor der Verlegung von Fliesen und Platten. Dabei ist auf die Art des Estriches und deren Eigenart zu achten.

Feinkeramik

  1. Geschirr aus den Werkstoffen Porzellan, Bone China, Vitreous China und Steingut,
  2. Sanitärporzellan aus Vitreous China,
  3. Fliesen aus Steingut und Steinzeug sowie
  4. Zierkeramik aus Steingut und Steinzeug.

Die Feinkeramik wird im wesentlichen aus hellbrennenden Rohstoffen hergestellt.

 

Feuchtedehnung

Feuchtedehnung von Steinzeugfliesen ist nicht messbar; von Steingutfliesen vernachlässigbar, Steingutfliesen sollte jedoch für Anwendungsbereiche unter Wasser (Schwimmbad- oder Behälterbau) nicht eingesetzt werden.

 

Fleckbeständigkeit

Glasiertes Material Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug ist in der Regel gegen alle gängigen Verschmutzungen beständig. Unglasiertes Material sollte nach der Verlegung imprägniert werden. Es existieren jedoch Hersteller und Serien, die diesen Schutz bereits werksseitig aufgebracht haben.

Die Baustoffpartner stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zu dieser Frage zur Verfügung.

 

Fliesenverlegung

Verfahren zur Herstellung keramischer Wand- und Bodenbeläge. Man unterscheidet zwischen Dünnbettverlegung und konventioneller Verlegung (Dickbettverlegung). Wir vermitteln Ihnen gern den passenden Fliesenleger für Ihr Projekt.

 

Formteil

Dienen der Gestaltung von Ecken und Kanten im Schwimmbadbau und in Küchen und Bädern. Die Herstellung von Formteilen erfolgt im Gießverfahren und erfordert besondere Sorgfalt und Aufsicht bei der Herstellung, damit sie die vorher berechnete Dimension erhalten. Dies erklärt ihren vergleichsweise hohen Preis.

 

Frostbeständigkeit

Hauptkriterium für die Verwendung von Fliesen im Außenbereich. Ist für Steinzeugfliesen und Feinsteinfliesen nach DIN 14411 gefordert (siehe Anwendungsbereich). Ob Terrasse, Balkon oder Wintergarten die Fliese ist immer eine gute Wahl und die Baustoffpartner haben die schönsten.

 

Fuge

Fugen dienen dem Ausgleich Materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlängen und der Rechtwinkeligkeit von den angegebenen Herstellmaßen. Die Fugenbreiten ergeben sich im allgemeinen aus der Differenz der Nennmaße und Herstellmaße oder sind den Verlegenormen als Empfehlung vorgegeben.


Empfohlene Fugenbreiten

  1. Kantenlängen bis 100 mm: etwa 2 mm
  2. Kantenlängen von 100 bis 200 mm: etwa 3 mm
  3. Kantenlängen von 200 bis 600 mm: etwa 4 mm

Glasur

Spezialglas, das als etwa 0,1 mm dicke Schicht auf einem Steingut- oder Steinzeugscherben liegt (siehe Scherben).

 

Glasurrisse

Feine, nicht durch den Scherben gehende Risse in der Glasur. Diese entstehen meist durch Dehnungsvorgänge im Scherben. Der Widerstand gegen Glasurrisse ist bei Steingut- und Steinzeugfliesen gefordert. Glasuren, die zur Glasurrissbildung (Craquelebildung) neigen, werden vom Hersteller gekennzeichnet (siehe Craquele).

 

Grobkeramik

Klinker, Ziegel und Töpferware, die im wesentlichen aus Tonen und Sanden hergestellt werden. Stranggepresste Fliesen und Platten fallen ebenfalls unter die Grobkeramik. Sie werden in der DIN 14411 AIa und AIb näher beschrieben. Stranggepresstes Material eignet sich besonders zur Verlegung im Außenbereich.

 

Grundierung

Anstriche zur Vorbehandlung der Ansetz- oder Verlegeflächen vor dem Auftragen des Mörtels oder des Klebstoffs. Hierbei unterscheidet man zwischen saugenden (z. B. Putze, Zementestriche oder Gipskarton) und nicht saugenden Untergründen (z. B. Holzdielen, alte Fliesenbeläge usw.). Die Wahl der richtigen Grundierung ist entscheidend für den perfekten Haftverbund. Auch hier haben wir die passende Grundierung für jeden Einsatzbereich.

Haarrisse

(siehe Glasurrisse)

Imprägnierung

Nachbehandlung von unglasiertem Feinsteinzeug zur Verbesserung der Fleckbeständigkeit.

Kaolin

Mineralisches Sedimentgestein, das durch Verwitterung von Feldspäten entsteht. Wichtiger Rohstoff für die Keramik.

 

Feldspat
Natürlicher Rohstoff mineralischer Natur für die Fliesenherstellung. Dient als Flussmittel.

 

Flussmittel
Natürliche, kristalline Mineralien, die das Schmelzverhalten von anderen Stoffen so beeinflussen, dass diese in eine Schmelzphase übergehen. Flussmittel sind Rohstoffe und chemische Verbindungen, die Natrium, Kalium, Lithium, Magnesium oder Kalzium enthalten. Die entsprechenden Rohstoffe sind in der Regel Hartstoffe.

 

Hartstoffe
Eine der beiden Hauptgruppen der Rohstoffe von Keramik (siehe auch Magerungsmittel und Flussmittel).

 

Magerungsmittel
Rohstoffe für die Fliesenherstellung, die zur Gruppe der Hartstoffe gehören, wie z.B. Quarzsand und Schamotte.

 

Schamotte
Feuerfestes Erzeugnis aus tonerdehaltigen Mineralien, die als Brennhilfsmittel wie z.B. Brennkapseln oder Schamottesteine für Ofenausmauerungen verwendet werden. Darüber hinaus werden auch zerkleinerte Brennhilfsmittel und gebrannte Tone und Kaoline als Schamotte bezeichnet. Sie werden als spezielle Rohstoffe für keramische Erzeugnisse verwendet und dienen der Verbesserung der Feuerfestigkeit.

 

Keramik (Baukeramik)

Oberbegriff für Baustoffe, die aus natürlichen, keramischen Rohstoffen hergestellt und gebrannt werden. Man unterscheidet zwischen den beiden Werkstoffeigenschaften

  1. Hohe Wasseraufnahme
  2. Niedrige Wasseraufnahme. 

Bei der ersten Gruppe, wozu die Steingutfliesen gehören, ist der Scherben porös, die Poren offen, er ist nicht frostbeständig und hat einen dumpfen Klang. Dieser Scherben kann mit den verschiedensten Techniken verziert werden und ist grundsätzlich glasiert.

 

Zur zweiten Gruppe gehören die Steinzeugfliesen. Sie bestehen aus einem Scherben mit niedriger Wasseraufnahme. Dieser Scherben ist dicht, hat geschlossene Poren, ist frostbeständig und hat einen hellen Klang. Steinzeugfliesen gibt es in glasierter und unglasierter Form (siehe auch Anwendungsbereich, Keramische Fliesen).

 

Keramische Versiegelung

Ein spezieller Herstellungsprozess, bei dem die Oberfläche des unglasierten Steinzeuges so dicht wird, dass sie fleckbeständig ist. Eine Nachbehandlung mit handelsüblichen Imprägnierungen darf hier nicht vorgenommen werden, weil die Imprägnierflüssigkeit nicht mehr in die Keramik eindringen kann und so als schmutzbindender Film auf der Oberfläche verbleibt.

 

Klebstoff (Kleber)

Ansetz- und Verlegewerkstoffe, bei denen durch Verdunstung des enthaltenen Wassers oder durch eine chemische Reaktion mehrere Kunststoffkomponenten erhärten. Siehe hierzu auch Dünnbettkleber.

 

Korrigierzeit

Die Zeitspanne, während der die Fliesen in der frischen Bettung durch Verschieben nachgerichtet werden können, ohne dass die Haftung gestört oder gemindert wird.

Lichtechtheit

Keramische Fliesen sind, im Gegensatz z.B. zu Kunststoffen, licht- und farbbeständig.

Mengenermittlung

Nach der Entscheidung für eine bestimmte Fliesenserie, wird ein Verlegeplan erstellt, der als Grundlage zur genauen Mengenermittlung (Anzahl der Grundfliesen, Dekore, Bordüren, Sockel und Treppenfliesen etc.) dient. Bei Bodenflächen, die diagonal verlegt werden, sollte man einen Verschnitt von ca. 10 % berücksichtigen. Alle anderen Verlegeformen erfordern ca. 5 - 7 %.

 

Mindersortierung

In Aussehen und Qualität geringfügig beeinträchtigte Fliesen werden vom Hersteller als Mindersortierung ausgewiesen und preiswerter verkauft (siehe auch Sortierung).

 

Modulare Fliesen

Fliesen, deren Nennmaß sich aus Herstellermaß (Fabrikationsmaß) und Fugenbreite zusammensetzt.

 

Beispiel:
Fabrikationsmaß: 97 x 197 mm
Fugenbreite: 3 mm
Modulmaß: 100 x 200 mm
Nennmaß: 10 x 20 cm

 

Die Eigenschaft "modular" wird Fliesen auch zugeschrieben, wenn sie - wie beispielsweise bei Keramik/Naturstein-Kombinationen - in allen Maßen (Breite/Länge/Dicke) aufeinander abgestimmt sind.

 

Mosaik

Als Mosaike bezeichnet man die handgeschlagenen und gesetzten Fliesenbilder. So werden auch Steinzeugfliesen mit einer Kantenlänge von weniger als 10 cm benannt. (1 x 1 cm, 2,5 x 2,5 cm, 5 x 5 cm, 10 x 10 cm). Mosaike gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Materialien (Keramik, Glas, Naturstein etc.) und Oberflächen sowie Designs. Sie eignen sich besonders für Bodengleiche Duschen, oder farbenfrohe Akzente in einem Fliesenbelag. Wie und wo Sie das Material am besten einsetzen können zeigen wir Ihnen gern.

 

Mörtel

Mischung aus Zement, Sand und Wasser. Dient zur Verlegung im klassischen Dickbettverfahren. Wird heute kaum noch eingesetzt.

Nennmaß

Eine 20er Fliese hat beispielsweise das Nennmaß 200 x 200 mm, hingegen ein mögliches Herstellmaß von 197 x 197 mm.

Oberflächenverschleiß

Glasurabrieb (siehe Glasur) bei glasierten Steinzeugfliesen infolge schleifender, reibender Beanspruchung. Die Verschleißgruppe (PEI I bis V). Siehe Abriebgruppe.

 

Oktogon

Achteckfliese die beim Verlegen mit quadratischen Einlagen aus Keramik oder Naturstein kombiniert wird.

Pei

Porcelain Enamel Institute. Der PEI-Test ist ein Prüfverfahren zur Bestimmung des Widerstands gegen Oberflächenverschleiß von Bodenfliesen (Prüfung nach DIN EN 154).

 

 

Platten

Bezeichnung für grobkeramische Fliesen, die aus plastischer Masse durch Strangpressen hergestellt werden.

 

 

Porosität

Offener und geschlossener Porenraum eines Werkstücks wie der Fliese. Angabe in Volumen %. Wasseraufnahme ist das Maß für den offenen Porenraum. Angabe in Gewichts % (siehe Wasseraufnahme).

 

 

Porzellan

Ein dicht gebrannter, feinkeramischer Werkstoff, dessen Scherben weiß und bei dünnen Wandstärken durchscheinend ist (siehe auch Feinkeramik).

Reaktionsharz

 

Durch chemische Reaktion erhärteter, meist zwei-komponentiger Klebstoff (Harz und Härter) zur Verlegung oder Verfugung von Fliesen.

 

Reinigung und Pflege

Glasierte Fliesen und Platten benötigen KEINE spezielle Pflege. Unglasiertes Material hingegen sollte man, je nach Beanspruchung, alle 1 - 2 Jahre imprägnieren. Davon ausgenommen sind keramisch vergütete oder werksseitig fertigimprägnierte Fliesen und Platten. Zu diesem Thema empfehlen wir einen Besuch in unserem Hause. Wir beraten Sie gern.

 

Obwohl die Fliese keiner Pflege im eigentlichen Sinne bedarf, benötigt sie jedoch Reinigung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Reinigung, einmal die Grund- oder Erstreinigung und die regelmäßigen Unterhaltsreinigungen (Pflegereinigungen).

 

Grundreinigung
Die Grundreinigung dient zur Enfernung von zementärem Bauschmutz, Zementschleiern oder anderer zementärer Verschmutzungen, die nach dem Verlegen auftreten können. Hier empfielt sich ein sauer eingestelltes Reinigungsprodukt, wie z. B. einen Zementschleierentferner, einzusetzen.

 

Intensivreinigung
Bei der Intensivreinigung, die i.d.R. einmal im Jahr durchgeführt werden sollte, empfiehlt sich ein alkalisch eingestellter Reiniger, da im häuslichen Bereich i.d.R. biologische Verschmutzungen anfallen. Auch die Kombination zwischen saurem und alkalischem Reiniger ist bei dieser Reinigungsart empfehlenswert.

 

Pflegereinigung
Laufende Reinigung durch Kehren, Absaugen, oder feuchtes Aufwischen unter Verwendung von Leitungswasser und ggf. etwas Wischpflege . Bei unglasiertem Feinsteinzeug ist darauf zu achten, dass keine filmbildenden Reiniger eingesetzt werden, da diese den anfallenden Schmutz “versiegeln” und eine Reinigung sehr aufwendig wird. Außerdem beeinträchtigt dieser Film die Rutschfestigkeit der Fliesen. Auf flußsäurehaltige Reinigungsmittel muss ganz verzichtet werden, denn sie zerstören die Keramik.

Selbstverständlich halten wir die passenden Reinigungsprodukte für jeden Anwendungsbereich in allen Niederlassungen für Sie vor.

 

 

Rettifizierte Fliesen

Seit einigen Jahren gibt es Fliesen die nachträglich an den Kanten geschnitten (rettifiziert) werden. Diese Fliesen sind komplett rechteckig und weisen i.d.R. keine Kaliber mehr auf. Durch das Entfernen der Presskante verfügt der Fliesenleger über die Möglichkeit das Material mit sehr enger Fuge zu verlegen. Somit erreicht der Fliesenbelag eine moderne und ansprechende Optik. Allerdings bedarf diese Fliesenart einen perfekt geraden Untergrund, da man Höhenunterschiede nicht “verstecken” kann. Natürlich bieten wir Fliesen mit oder ohne rettifizierten Kanten an.

Ritzhärte

Maß für die Widerstandsfähigkeit keramischer Glasuren gegen kratzende, ritzende Beanspruchung. Prüfung der Ritzhärte durch Mohs. Angabe der Härte nach der Mohs`schen Härteskala von 1 bis 10.
10 beziffert die Ritzhärte eines Diamanten, ein Feinsteinzeug verfügt über den Härtegrad 8 und gehört damit zu den härtesten Bodenbelägen die es auf dem Markt gibt.

 

Rohling

Keramisches Halbfabrikat nach der Formgebung in noch nicht gebranntem Zustand (siehe auch Biskuit).

 

Rutschhemmende Fliesen

Spezialfliesen mit unterschiedlich stark profilierter oder rauher Oberfläche zur Erzielung rutschhemmender Eigenschaften eines Belages (Unfallverhütung). Die Unfallversicherer schreiben rutschhemmende Fliesen für Fußböden in Arbeitsräumen und -bereichen mit erhöhter Rutschgefahr sowie für Barfußbereiche vor. Die in diesen Bereichen zu verwendenden Fliesen müssen den vorgeschriebenen Grad der Rutschhemmung aufweisen (Nachweis durch den Hersteller).

 

Man unterscheidet im gewerblichen Bereich Bewertungsgruppen zwischen R9 und R13. Dabei muss auf einer Ebene eine Prüfperson mit Schutzschuhen stehen und gehen. Als Gleitmittel wird Öl auf die Fläche aufgetragen. Der Neigungswinkel der zu testenden Fläche ist je größer je höher die R-Gruppe ist.

 

Beim Barfußbereich in Schwimmbädern und in Reinigungsbereichen von Sportstätten unterscheidet man zwischen den Gruppen A, B und C. Auch hier wird die Rutschsicherheit mittels einer Prüfperson auf schiefer Ebene ermittelt. Als Gleitmittel wird hier seifenhaltiges Wasser verwendet (siehe auch Treppenauftritt/Treppenfliese).

Scheinfuge

In die keramische Fliese gepresstes Basrelief, das optisch wie eine Fuge wirkt.

 

 

Scherben

Gebrannter Fliesenkörper ohne Glasur.

 

 

Schlicker

Aus den Rohstoffen mit Wasser aufbereitete Masse oder Glasursuspension, die bei der Gießformgebung in die Gipsform gefüllt wird.

 

 

Schwindung

Beim Trocknen oder Brennen entstehende Kontraktion von Formlingen. Differenz zwischen Ausgangsgröße und Endgröße wird in Prozent gemessen. Hierdurch entsteht auch das "Kaliber" d. h. Größenunterschiede zwischen den einzelnen Produktionen, die nicht zusammen verlegt werden sollten, da man kein einheitliches Fugenbild herstellen kann.

 

 

Siebdruck

Ein Verfahren zum Dekorieren von Fliesen, in dem Druckpaste durch eine Siebdruckschablone auf den Fliesenkörper aufgebracht wird. Dieses Verfahren kann mehrfach und mit verschiedenen Farben wiederholt werden, wobei die Druckschablone ein bestimmtes Muster vorgibt.

 

 

Sinterung

Umwandlung der Rohstoffe im Brand zu Scherben. 

 

 

Sortierung

Bevor Fliesen in den Handel kommen, werden sie einer Qualitätskontrolle und Sortierung unterzogen. Fliesen mit nur leichten Mängeln gelangen als Mindersortierung in den Verkauf.

 

 

Spaltplatte

Stranggepresste Platten, die als Steinzeugfliesen verwendet werden (siehe Keramische Fliesen).

 

 

Steingut

Traditioneller Begriff für Fliesen mit hoher Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).

 

 

Steinzeug

Traditioneller Begriff für Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme (siehe Keramische Fliesen).

Temperaturbeständigkeit

Beständigkeit gegen Temperaturveränderungen ist für Steingutfliesen und Steinzeugfliesen gefordert (Prüfung nach DIN 14411, siehe Keramische Fliesen).

 

Terracotta

(siehe Tonfliese)

 

Tiefenverschleiß

Als Tiefenverschleiß bezeichnet man den Scherbenabrieb bei unglasierten Steinzeugfliesen infolge von schleifender, reibender Beanspruchung. Die zulässigen Toleranzen sind als Mindestanforderung in der betreffenden Materialnorm festgelegt (Prüfung nach DIN 102, siehe Abriebgruppe).

 

Toleranzen

Fliesen und Platten bestehen aus natürlichen Rohstoffen und weisen material- und herstellungsbedingte Toleranzen auf. Diese äußern sich zum einen in verschiedenen Größen (Kalibern) und leicht differierenden Farben (Nuancen). Man sollte darauf achten, dass nur Material mit der selben Nuance und Kaliber in einer Fläche verbaut werden.

 

Tonfliese

Unglasierte, ziegelfarbene keramische Fliesen mit mittlerer bis hoher Wasseraufnahme. Vorzugsweise Verwendung als Bodenfliese in Räumen mit rustikalem Charakter. Zur Erzielung der geforderten/gewünschten Gebrauchseigenschaften müssen sie speziell behandelt werden.

Hinweise findet man auf den Verpackungen der Hersteller (siehe auch Reinigung, Pflege).

Cotto ins deutsche übersetzt = gekochter Ton, wir nennen es weichen Ton.

 

Treppenauftritt/Treppenfliese

Diese Fliesen sind am Rand oft mit rutschhemmenden Rillen versehen, die die Trittsicherheit auf der Treppe gewährleisten soll. Auch elegante Stufenformen in Form von Florentinerstufen bilden einen dekorativen Abschluss.

 

Sollte es in einer Serie keine passenden Treppenfliesen geben, empfiehlt es sich aus optischen und Trittsicherheitsgründen den Abschluss mit Profilen zu gestalten. Wie man das am besten macht erklären wir Ihnen gern.

UPEC

Französische Norm zur Klassifizierung keramischer Bodenfliesen (Steinzeug) nach Gebrauchseigenschaften, die nur für den französischen Markt Gültigkeit hat. Parallel dazu gilt auch die EN für Fliesen (siehe Keramische Fliesen).

Verfugung

Nach dem Verlegen der Fliesen werden die Fliesenzwischenräume mit einem speziellen Mörtel gefüllt, den es in vielen Farben passend zum Belag gibt.

 

Verlegeplan

Der Verlegeplan dient der Mengenermittlung der einzelnen Fliesen wie auch der Festlegung der Verlegeart.

 

Verschleiß

(siehe Abriebgruppe)

Wandfliese

Je nach Anwendungsbereich und Geschmack können alle Fliesen als Wandfliesen verwendet werden.

 

 

Wasseraufnahme

Maß für die offene Porosität eines keramischen Erzeugnisses. Sie ist das Kriterium um keramische Erzeugnisse in die verschiedenen Kategorien zu unterteilen. Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug (siehe Porosität und Keramik).

 

 

Weichstoffe

Hauptgruppe der Rohstoffe zur Herstellung von Keramik. Dazu gehören Tone und Kaoline.

Zweitbrand

Nach dem Brand der Rohlinge werden die Fliesen glasiert, dekoriert und nochmals gebrannt, wobei der Scherben unverändert bleibt.

Wichtige Fragen:

 

Kann man Bodenfliesen auch an der Wand verlegen?
Ja, kann man. Es bietet sich immer dann an, wenn man eine gleiche Farbgestaltung von Wand und Boden erreichen möchte, oder der Wandbelag höheren Belastungen ausgesetzt ist. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass Bodenfliesen schwieriger zu bearbeiten sind als Steingut. Natürlich haben wir passende Bohrsets in unserem Sortiment.

 

Welche Fliesen verlegt man im Außenbereich?
Alle gängigen Bodenfliesen sind frostsicher (Steinzeug, Feinsteinzeug, glasiertes Feinsteinzeug und Spaltplatten). Frostsicherheit wird vom Herstellen angegeben. Besonders zu empfehlen sind jedoch stranggezogene Materialien, da diese einen besseren Haftverbund mit dem Flexkleber ermöglichen.

 

Welche Fliesen verlegt man bei Fußbodenheizung?
Generell sind alle “Bodenfliesen” auf Fußbodenheizung bestens geeignet, da sie hitzebeständig sind. Ebenfalls haben sie die besten wärmeleitenden Eigenschaften.

 

Was sind die gängigen Fliesengrößen?
Im Objektbereich:
15/15; 11,5/24; 20/20; 25/25; 30/30; 33/33; 20/25; 25/33; 30/60; 45/45

Im Wohnbereich:
20/40, 25/33, 30/45, 30/50, 30/60, 30/90,40/80, 50/100, 60/60 60/120

 

Die Tendenz geht immer mehr zu größeren Fliesen und Platten, da sie optisch großzügiger und eleganter wirken. Sie finden in unseren Ausstellungen eine große Auswahl an Fliesen in allen größen, kommen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren.

 

Welche Verlegung empfiehlt sich bei einem kleinen Bad?
Hier gibt es keine generelle “Richtlinie” Ihr persönlicher Geschmack ist entscheidend.

 

Welche Abriebsgruppe ist für den Boden geeignet?
Abriebgruppe 4 oder 5 empfielt sich für das ganze Haus.

 

Wann verwendet man eine Dehnungsfuge?
Die Dehnungsfuge ist im Bauwerk schon vorgesehen und muss im Fliesenbelag (an derselben Stelle) eingebaut werden.

 

Wie verlegt man Fliesen auf schwierigen Untergründen?
Die Bauchemie hat für jeden Untergrund einen geeigneten Kleber und eine Fuge. Nach Verwendungstabellen der Hersteller. Gegebenenfalls muss der Fliesenbelag entkoppelt werden. Zu diesem Thema beraten wir Sie gern.

 

Wie lange sind die Lieferzeiten?
Wir verfügen über ein breites Spektrum an Fliesen, die wir ständig und sofort für Sie bereit stellen können. Sollten Sie sich jedoch für eine Fliese entscheiden, die wir nicht lagermäßig führen, muss man für deutsche Werke ca. eine Woche einplanen.

 

Wie sind die Lieferzeiten bei europäischen Herstellern?
In der Regel 2 bis 3 Wochen, wenn die Ware beim Hersteller am Lager ist. Wenn nicht, dann ist die Lieferzeit abhängig vom Produktionstermin. Die Lieferzeit ist ebenfalls von unserer nächsten Abholung beim Hersteller abhängig.

 

Kann man generell am Telefon bestellen?
Bei uns ist es möglich am Telefon die Ware zu bestellen, ferner besteht auch die Möglichkeit per Fax oder E-Mail, Ware in Auftrag zu geben. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie über ein Kundenkonto bei uns verfügen. Wir freuen uns aber über jeden persönlichen Kontakt, sei es per Telefon, E-Mail oder Fax. Selbstverständlich beraten wir Sie gern in einer von 4 Ausstellungen.

Fliesenverbände

  

Größe

Stück/m2

%

16,5 x 16,5

4,02

10,95

16,5 x 33,3

2,01

11,05

33,3 x 33,3

4,02

44,54

33,3 x 50,0

2,01

33,46

 

 

 

Größe

Stück/m2

%

16,5 x 16,5

2,01

5,48

16,5 x 33,3

5,02

27,61

33,3 x 33,3

3,01

33,42

33,3 x 50,0

2,01

33,49