Fliesenbild aus der Vergangenheit

Was Sie schon immer über Fliesen wissen wollten…

 

Wir essen und trinken daraus, waschen uns darin, treten drauf herum, nehmen sie als leicht zu reinigenden Spritzschutz an den Wänden schützen unsere Häuser vor jedem Wetter damit, auf dem Dach als auch an der Wand und manch einer hat sie im Mund oder sogar in der Hüfte.

 

Die Keramik ist so vielseitig und aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken und
auch so selbstverständlich. Von den zahlreichen Eigenschaften, die uns die Keramik bietet, waren schon unsere Vorfahren beigeistert.

Der Begriff Keramik stammt aus dem griechischen Keramos, übersetzt heißt es „Ton“. Wenn in der heutigen Zeit der Begriff Keramik verwendet wird, spricht man von Dingen aus gebrannten Ton, wo die Fliese auch zu gehört.

 

Die ersten Fliesen wurde wahrscheinlich um 6. Jahrtausend v. Chr. im Niltal gefertigt.
Um 5. Jahrtausend v. Chr. wurden von Assyrer, Babyloniern und Persern die ersten Glasuren verwendet. Tonwaren mit gefärbten Blei- oder Zinnglasuren sind bereits im 4. Jahrtausend vor Christus in Ägypten hergestellt worden, auch in Griechenland beherrschte man die Technik. „Echte Fayencen" entstanden jedoch erst im 9. Jahrhundert v. Chr. in Mesopotamien, d. h. im irakischen Gebiet des Perserreichs.

 

Fayence ist französisch und von der italienischen Stadt Faenza abgeleitet. Es beschreibt ein tonkeramisches Erzeugnis, dessen poröser roter oder ockerfarbener Scherben mit einer farbigen oder weiß deckenden Zinnglasur überzogen ist. Die Stücke werden nach dem Modellieren getrocknet, dann bei etwa 900 Grad gebrannt und nach dem Erkalten in ein Glasurbad aus Sand, Pottasche, Blei, Zinn und Wasser getaucht. Dieses Gemisch bleibt als Überzug auf der Oberfläche des Scherbens haften und wird nach einer anschließenden Bemalung direkt auf der noch ungebrannten Glasur noch einmal aufgeschmolzen.

 

Die Fliesenkunst fand ihre Verwendung vorrangig in der Wandgestaltung. Die ersten Bodenfliesen wurden  in Deutschland ca. im Jahre 1000 verlegt. Im 17. und 18. Jahrhundert breitete sich die Fliese von Spanien, Italien über Frankreich und Holland nach ganz Europa aus, wo sie für eine breitere Bevölkerungsschicht, für ein solches Luxusgut erschwinglich wurde. Bis dahin waren Fliesen nur für die Reichen bei der Verlegung in Schlössern, Palästen, Kirchen und Luxus Domizilen vorbehalten gewesen.

Fliesenbild aus der Gegenwart

Am Ende des 18. Jahrhundert startete die industrielle Fertigung von Fliesen.

In den Keramischen Herstellungswerken wurden die ersten Fliesenleger ausgebildet, um den Absatz zu forcieren. Die Verbreitung der Fliese als Wand-
bekleidung und Bodenbelag fand zuerst in den Großstädten statt. Der Baustoffhandel verkaufte bis zur Jahrhundertwende in der Regel die Fliesen und forderte vom entsprechenden Herstellerwerk die Fliesenleger für das Ansetzen und Verlegen an. Um die Jahrhundertwende trifft man schon die ersten Fliesenfachgeschäfte an. Ab ca. 1930 verzichtete die keramische Industrie weitgehend darauf, die produzierten Fliesen selbst zu verarbeiten. Die Anzahl der Fliesenfachgeschäfte stieg rasant.

 

 

So nahm die Geschichte der Fliese ihren Lauf. Die Fliese ist noch heute populärer als viele andere Wand- oder Bodenbeläge. Sie überzeugt durch Ihre Eigenschaften wie z. B. Hygiene, Pflege-
leichtigkeit, unterbindet die Möglichkeit zum Keimwachstum von Bakterien, Pilzsporen und andere Krankheitserregern. Darüber hinaus ist die Fliese umweltfreundlich und ökologisch wertvoll, denn sie ist geruchsneutral, geschmacksneutral und dünstet nicht aus. Fliesen haben in der Regel auch eine lange Lebensdauer, und so gewinnt auch hier die Umwelt. Da die Fliese ökologisch unbedenklich ist, wird sie nach dem Dienst in unseren Wohnungen als Bauschutt zu Schotter verarbeitet und beschert uns einen guten Unterbau unseres Straßennetzes.

 

Bei Farben und Größen der heutigen Fliesen gibt es kaum Grenzen. Die enorme Vielfalt bestaunen Sie  am besten bei einem Besuch in unseren Ausstellungen. Das muss man sehen!

In der Ausstellung präsentiert sich die tatsächliche Farbauswahl. Die Optik und Oberflächen können Sie erst auf unseren großen Mustertafeln richtig mit Hand und Blick erfassen. Das kann kein Internet und kein Katalog bieten.

 

Besuchen Sie uns, sehen Sie die Fliese live und finden Sie die Fliese die am besten zu Ihnen passt.